AfD enttarnt sich in der Diskussion um den Obelisken selbst

„Die ungeheure verbale Entgleisung des AfD-Stadtverordneten Thomas Materner zeigt eindeutig, dass die AfD nicht daran interessiert ist, Kommunalpolitik zu gestalten, ihr Ziel sei es, die Stadtgesellschaft zu spalten“, dies sagt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Rabani Alekuzei zur Diskussion in der letzten Sitzung des Kulturausschusses.


Bisher sei bei jeder documenta die Diskussion um den Ankauf eines Außenkunstwerkes stets sachlich abgelaufen. Die AfD zeige nun wieder mit ihrer gezielten sprachlichen Provokation durch eine Anlehnung an den nationalsozialistischen Sprachgebrauch, dass sie weder politikfähig noch nah an den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kassel sei. „Eine Mehrheit der Kassler Bürgerinnen und Bürger spricht sich für den Ankauf aus und debattiert über den Standort für das Kunstwerk, nur die AfD hetzt dagegen, weil der Künstler das Thema Flucht und Verfolgung thematisiert“, hält der kulturpolitische Sprecher für die SPD-Fraktion fest.
Die Drohung Materners, zukünftig den Obelisken als Ort für Demonstrationen gegen Flüchtlinge zu nutzen, beschreibt Rabani Alekuzei als aberwitzig und sinnentstellend und diese zeige gleichzeitig, dass es mit der angeblichen Verwurzelung der AfD in den Werten des christlichen Abendlandes nicht weit her sei. Der AfD gehe es vielmehr darum, Rassismus und die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. „Das gewählte Bibelzitat auf dem Obelisken hat etwas Verbindendes und ist ein Synonym für das weltoffene Kassel mit seiner jahrhundertelangen Tradition, Flüchtlinge aufzunehmen“, damit spricht sich Alekuzei gleichzeitig für eine sachliche Diskussion um den Obelisken aus.

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