Lage am Friedrichsplatz gebietet keinen Raum für politischen Klamauk – abenteuerliche Vorwürfe der CDU

Als undifferenziert und unsubstantiiert weist die SPD-Fraktion die Presseerklärung der CDU-Fraktion zur Situation am Friedrichsplatz zurück. „Mit dieser Äußerung verfällt die CDU-Fraktion einmal mehr in politischen Klamauk und stellt unter Beweis, dass sie nicht gewillt ist, politische Sachverhalte differenziert und in der Sache angemessen zu bewerten“, entgegnet der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Geselle.

Dabei sei unstreitig, dass man die Lage am Friedrichsplatz ernst nehmen müsse, wobei aber gerade nicht das Scheitern des sozialpädagogischen Ansatzes des Trinkraums dem Grunde nach indiziert werde. „Mit diesem wollte man ein niedrigschwelliges, präventives Angebot begleitend zu repressiven Ansätzen wie der Ausweisung von Alkoholverbotszonen und einer Erhöhung der Kontrolldichte schaffen. „Auch wenn diese Strategie nur zu einer Verlagerung der Szene führt, halte ich sie nach wie vor für richtig, denn letztlich müssen wir in einer Großstadt wie Kassel auch ein Stück weit ertragen können, dass hier eine gewisse Anzahl von Menschen lebt, die der offenen Trinker- und Drogenszene angehören“, stellt Geselle klar. Die bloße Existenz einer solchen Szene in Kassel nun den Verantwortlichen im Magistrat vorzuwerfen, sei abenteuerlich.

„Im Gegensatz dazu wird meine Fraktion in die Diskussion einbringen, ob über die Ausweitung einer Alkoholverbotszone auf dem Friedrichsplatz, einer Erhöhung der Kontrolldichte, aber auch einer Attraktivierung des Trinkraums, die Lage geklärt werden kann“, so Geselle abschließend.

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