Die jüngste Studie bezüglich der Entwicklung des Kasseler Immobilienmarktes bestätigt die Auffassung der Kasseler SPD-Fraktion, dass hier gehandelt werden muss.

Der ungebrochene Aufwärtstrend der Mieten sowie der Erwerbspreise für Immobilien macht es besonders jungen Familien schwer, geeigneten Wohnraum zu finden. Besonders Familien mit geringen Einkommen leiden unter dieser Situation, so die Sozialdemokraten im Kasseler Rathaus. Der Erwerb von Baugrundstücken muss auch für Bezieher durchschnittlicher Einkommen finanzierbar bleiben und darf daher nicht allein dem Wettbewerb ausgesetzt werden. Ebenso bedarf die Situation im Mietwohnungsbau einer differenzierten Betrachtung.

“Zuverlässig steigende Kaltmieten habe ich immer dann, so die wohnungspoltische Sprecherin Judith Boczkowski, wenn Mieter nicht auf Wohnraum mit Mietpreisbindung, also öffentlich geförderten Wohnraum, ausweichen können. Deshalb befürwortet die SPD-Fraktion die Einführung einer Mietpreisbremse.” Hier sei, nach Auffassung der Sozialdemokraten, das Land in der Pflicht den seit vielen Jahren nicht mehr stattfindenden, öffentlichen Wohnungsbau durch Anreize neu zu beleben. Die Kommune allein kann diese große Aufgabe nicht stemmen. Überlässt man allerdings die Wohnraumversorgung allein großen Privatinvestoren sind Verwerfungen vorprogrammiert.

Die SPD-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung plant als Antwort auf die Entwicklung am Kasseler Wohnungsmarkt eine wohnraumpolitische Initiative. So soll zum einen mehr Bauland in der Stadt ausgewiesen werden, dass in Teilen gestaffelt nach Einkommensobergrenzen vergeben werden soll. Die SPD will damit erreichen, dass auch Familien mit mittlerem Einkommen sich ein Haus in der Stadt leisten können. Zum anderen muss der Neubau von öffentlich geförderten Wohnungen in den kommenden Jahren vorangetrieben werden, damit gerade Familien mit geringem Einkommen ein adäquates Wohnungsangebot zur Verfügung steht.

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