„Wir für uns, das trifft es wohl besser“, mit diesen Worten kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Patrick Hartmann die Ankündigung der bis dato fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Ernst, Jörg Hildebrandt und Dr. Bernd Hoppe, eine neue Fraktion zu gründen.

Ob der skandalbehaftete Hoppe, der aufgrund seiner rassistischen Äußerungen aus der CDU-Fraktion ausgeschlossene Hildebrandt oder der ehemalige FDPler Ernst: Alle drei Stadtverordneten seien in ihren ehemaligen Fraktionen gescheitert, ergänzt Hartmann. Der Vorsitzende der Kasseler SPD Ron-Hendrik Hechelmann vermutet daher, dass die finanziellen Fraktionsmittel der Kitt sind, der die drei Kommunalpolitiker verbindet. „Anders ist der Zusammenschluss kaum zu erklären“, meint Hechelmann.

„Dass die drei eine gemeinsame politische Vision teilen, kann ich mir nur schwer vorstellen. Zu unterschiedlich sind ihre jeweiligen Hintergründe“, findet Hartmann. Eine gewisse Verweigerungshaltung scheinen sie jedoch miteinander gemein zu haben: „Keiner dieser drei Stadtverordneten hat an der vergangenen Sitzung des Finanzausschusses teilgenommen, um sein Votum zum Soforthilfeprogramm „Kopf hoch Kassel“ abzugeben“, kommentiert Hartmann dieses schwer nachvollziehbare Verhalten. Eine Zusammenarbeit mit den dreien kann er sich daher nicht vorstellen.