Die SPD-Fraktion zeigt sich tief besorgt über die jüngsten Berichte zur Situation im Interimsbau des Staatstheaters Kassel. „Wir sind entsetzt, dass die Theaterleitung die Beschwerden der Mitarbeitenden bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen durch die Videoprojektionen nicht ernst nimmt. Vorgesetzte haben eine Schutz- und Fürsorgepflicht für ihre Beschäftigten“, mahnt die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Ramona Kopec.
Aussagen der Theaterleitung wie „sensible Menschen werde es immer geben“ oder „es gäbe viele emotionale Menschen“ verlagern die Verantwortung und suchen die Schuld bei Betroffenen, statt die Missstände zu beheben. Ein solcher Umgang mit Menschen, die aufgrund der Arbeitsbedingungen krank werden, ist nicht akzeptabel.
Es zeigt sich klar, dass der Interimsbau Mängel aufweist, die gesundheitsgefährdend sind. Anstatt diese Probleme offenzulegen und gemeinsam mit den Betroffenen konstruktiv zu lösen, versucht die Leitung, den Eindruck zu erwecken, es handle sich um Einzelfälle und rein subjektive Wahrnehmungen. Das ist unzureichend.
Die SPD-Fraktion fordert daher: Die Theaterleitung muss sich offen zu dem bestehenden Verbesserungsbedarf bekennen, unverzüglich technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen und gemeinsam mit Mitarbeitenden auf Augenhöhe Lösungen entwickeln.
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