„Die im Juni 2019 von der Stadtverordneten-versammlung (StaVo) beschlossene Sozial-wohnungsquote von 25 Prozent war ein guter Anfang. Aber es geht noch mehr. Deswegen fordern wir, die Quote auf 30 Prozent anzuheben“, so Dietmar Bürger, unser stadtteilpolitischer Sprecher.

Kleine & größere bezahlbare Wohnungen fehlen

Auf dem Wohnungsmarkt fehlen nach unserer Ansicht neben bezahlbaren kleinen vor allem größere Wohnungen, die erschwinglich sind. „Deswegen fordern wir die angehobene Sozialwohnungsquote von 30 Prozent, die dann auf die gesamte Fläche des entstehenden Wohnraums eines Bauprojekts angewandt wird. Darin unterscheidet sich unser Antrag von seinem Vorläufer.“ Die bisher gültige Sozialwohnungsquote von 25 Prozent bezieht sich auf die Anzahl der entstehenden Wohn-einheiten. Das führt dazu, dass überwiegend kleine Sozialwohnungen gebaut werden. „Für Singles und Studierende ist das gut. Familien fallen aber so hinten runter“, meint Bürger.

Quote greift ab 6 Wohnungen

Zudem soll die Quote in Zukunft auch schon ab sechs anstatt ab zwölf geplanten Wohnungen greifen. „Werden aktuell Mehrfamilienhäuser auf freien Flächen in bestehenden Wohngebieten gebaut, man spricht hier von Nachverdichtung, griff die alte Quote nicht. Denn oft entstehen hier weniger als zwölf Wohnungen“, erläutert Bürger. Das wird sich ändern. „Das dient u.a. der sozialen Durchmischung gerade jener Kasseler Stadtteile, die besonders von der Gentrifizierung betroffenen sind“, so Bürger weiter.

Wir freuen uns daher, dass die Stadtverordneten am Montag unserem Antrag zustimmten“, so Bürger abschließend.