„Einen neuen Standort für das documenta-Institut zu suchen, sichert die Zukunft des Instituts. Gleichzeitig können wir so hoffentlich weitere Verzögerungen und Hängepartien vermeiden. Und uns in nicht allzu ferner Zukunft über einen Institutsbau freuen, das dem Ruf und der Bedeutung der Weltmarke documenta gerecht wird“, so Patrick Hartmann unser Fraktionsvorsitzender zur Entscheidung der SPD-Fraktion, die Pläne zum Neubau des Instituts auf dem Parkplatz am Karlsplatz nicht weiter zu verfolgen.

Aber wie kam es zu dieser Entscheidung, vom Karlsplatz-Parkplatz abzurücken? „Wir wissen als verantwortungsbewusste Kommunalpolitiker*innen um unsere Verantwortung für die Marke documenta, das zu planende Institut und den Ruf der Stadt Kassel. Gleichzeitig haben wir das Signal des Bürgerentscheids verstanden, weil wir unser Ohr in der Stadtgesellschaft haben“, meint Hartmann mit Blick auf das nun nicht mehr notwendige Bürgerbegehren: „Ein solches durchzuführen, nimmt wertvolle Zeit in Anspruch. Zeit, die man sehr gut nutzen kann, um die Pläne rund um den Institutsbau weiterzuentwickeln.“

Und was geschieht mit dem Parkplatz am Karlsplatz? Wir finden, es ist wirklich an der Zeit, den Parkplatz und mit ihm den Karlsplatz vor der Kirche aus dem Dornröschenschlaf zu wecken – indem er bebaut wird. Einen Neubau für die Stadtbibliothek oder Wohnraum können wir uns gut vorstellen. Aber was auch immer auf dem Platz entstehen wird: Am Anfang des Prozesses steht ein städtebaulicher Wettbewerb, um gemeinsam mit den Anlieger*innen Ideen zu entwickeln.

 

Hintergrund

Die Stadtverordneten hatten am Montag (31.08.20) ihren Beschluss aus dem Mai aufgehoben, das Institut auf dem Parkplatz am Karlsplatz zu bauen. Damit hat der Magistrat nun die Aufgabe, gemeinsam mit der documenta, der Fridericianum gGmbH sowie der Universität einen neuen Standort für das Institut zu finden. Dabei gilt: Nochmal auf Anfang. Denn neben den 17 bisher schon untersuchten möglichen Standorten sollen auch neue Orte betrachtet werden.