Die SPD-Fraktion sprach sich am vergangenen Montag für eine Überprüfung der Stellplatzsatzung aus. Damit folgt die Kasseler SPD einer Linie dem Vorbild anderer prosperierender Großstädte wie Hamburg und die Frankfurter. „Aus sozialdemokratischer Sicht könnte die Abschaffung der Stellplatzsatzung einen positiven Effekt für den Kasseler Wohnungsmarkt mit sich bringen“, damit begründet Patrick Hartmann, der verkehrspolitische Sprecher SPD-Fraktion, die Zustimmung zu dem Prüfantrag. Entfällt für Investoren die Pflicht, Stellplätze zu schaffen, verbilligt sich, nach Meinung der Sozialdemokraten, vor allem in nachgefragten Stadtteilen das Bauen, da keine teuren Lösungen wie Tiefgaragen die Baukosten steigern, was letztendlich zu höheren Mietpreisen führt. „Dies unterstützt vor allem das für Kassel so wichtige Konzept der Innenverdichtung, da so der begrenzte städtische Raum besser genutzt werden kann“, sagt Hartmann weiter.

Die SPD-Fraktion befürchtet darüber hinaus nicht, dass Bauherren zukünftig auf die Schaffung von Stellplätzen verzichten werden. Sie werden die Anzahl stärker an den Bedarf anpassen. Gleichzeitig verliert das Auto gerade für jüngeren Kasseler an Bedeutung. Ein geändertes Mobilitätsverhalten bedingt für die SPD-Fraktion deshalb, dass gleichzeitig mit einer weiteren Initiative der SPD-Fraktion geprüft werden soll, wie der Car-Sharing Gedanke unterstützt werden kann, in dem zum Beispiel an stark frequentierten Orten in der Stadt kostenlose Parkplätze für diese Fahrzeuge eingerichtet werden, ergänzt der SPD-Verkehrspolitiker.

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