„Die Gutscheinlösung der MHK wird sich als Bärendienst für den Bergpark erweisen,“ erklären der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD Fraktion, Volker Zeidler und der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Knauf. Denn schon seit Monaten sei man bestrebt, eine Lösung zur Finanzierung der zusätzlichen Busse zu finden, wobei die MHK schon früh erklärt hatte, keine zusätzlichen Kosten für den ÖPNV übernehmen zu wollen. “ Wer nun völlig überraschend eine solche Maßnahme präsentiert, zeigt, dass er bislang nur auf die Erlangung des Welterbestatus fokussiert war, aber die genauso wichtige Frage der verkehrlichen und touristischen Erschließung schlicht verschlafen habe, kritisieren Zeidler und Knauf.

Mit dem Gutschein sei die von der Stadt angestrebte „Kombiticket-Lösung“ – sprich Parken und somit den ÖPNV nutzen können – auf lange Zeit gestorben. „Es werden sich weiter lange Schlangen an den Bussen der Linien 23 bilden, bis alle Fahrgäste ihren Fahrschein erworben haben und genau das wollten wir abschaffen“, befürchten Zeidler und Knauf.

Schon mit der Einführung der Parkgebühren habe die MHK viel zu lange – wohl auf Geheiß aus Wiesbaden – gewartet. „Nun fließt das Geld in die Gastronomie bzw. in die Tasche der MHK und die Stadt muss mit der KVG die Finanzierung allein tragen. Das ist das Gegenteil von partnerschaftlichem Umgang,“ erklären Zeidler und Knauf abschließend.

Hintergrund:

Die fünf Euro Parkgebühren, die die MHK während der Wasserspiele erhebt, werden zu Gutscheinen und können einmalig am Besuchstag eingelöst werden. Einen Rabatt von fünf Euro erhalten Besucher, wenn sie ab einem Wert von 25 Euro in Herkules-Terrassen oder Kaskaden-Wirtschaft trinken oder essen. Die Stadt Kassel hingegen war in Verhandlungen mit der MHK über ein Kombiticket: Eine Teil der Parkgebühren sollte die KVG erhalten, die im Gegenzug Besucher kostenfrei vom Schloss zum Herkules befördert hätte.

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