„Die von Jamaika angekündigte Bauoffensive ist für die meisten Kasseler Schulgemeinden eine große Enttäuschung“, erklärt Esther Kalveram, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Kassel. „Dabei hatte die SPD seinerzeit mit der Gründung der GWG pro eine gute Voraussetzung dafür geschaffen.“ Die Prioritäten der Jamaika-Koalition bei den Schulsanierungen seien jedoch nicht mehr nachvollziehbar.
„Bei ein paar wenigen Schulen werden umfassende und modernste Umbauten vorgenommen, während bei anderen nicht einmal das Nötigste angegangen wird“, beobachtet Kalveram. „Wohnort und Geldbeutel der Eltern dürfen nicht darüber entscheiden, ob ein Kind in einer voll sanierten Schule sitzt oder in einem kaputten Klassenzimmer, in das es rein regnet.“
Die Sanierung der Reuter-Schule befinde sich nun seit acht Jahren in der Planung und es sei immer noch kein Baubeginn in Sicht. „Wie lange will man denn noch planen, bevor endlich etwas unternommen wird?“, fragt Kalveram. „Die Zeit drängt, immerhin ist die Schule in Teilen einsturzgefährdet! Dass sie für Jamaika nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, können wir beim besten Willen nicht nachvollziehen.“
„Und auch Schulgemeinden wie die der Grundschule Wolfsanger und der Georg-August-Zinn-Schule werden im Stich gelassen“, so Kalveram weiter. „Beide Schulen haben mit notwendigen Sanierungsmaßnahmen gerechnet, die bereits beschlossen waren. In beiden Fällen hat Jamaika plötzlich und aus fadenscheinigen Gründen einen Rückzieher gemacht. Die Sanierungen werden nun viel kleiner ausfallen. Im Falle der Grundschule Wolfsanger bedeutet das, dass die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb mit erheblichen Raumproblemen verbunden sein wird.“ Als Erklärung habe Jamaika fehlerhafte Zahlen zur Schülerentwicklung vorgelegt.
Auch die Verweise Jamaikas auf steigende Kosten lässt Kalveram nicht gelten: „Wenn das Geld so knapp ist, wieso kauft die Jamaika-Koalition dann eine Immobilie nach der anderen – ohne einen Plan, was sie anschließend damit machen möchte? Auch für Prestigeprojekte wie das Interim wurde Unmögliches möglich gemacht – wieso also nicht für die Schülerinnen und Schüler?“
Im Falle der Hegelsbergschule habe Jamaika sich nicht einmal dafür einsetzen wollen, dass die Schule ins Startchancen-Programm des Bundes aufgenommen wird – ein Förderprogramm für Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler. „Es hätte verschiedene Wege gegeben, sich dafür stark zu machen, aber Jamaika ist keinen davon gegangen“, so Kalveram. „Angeblich aus Sorge, falsche Hoffnungen zu schüren. Stattdessen gibt es bei Jamaika einfach direkt Enttäuschungen.“
„Kassel braucht endlich eine Schulentwicklung, die diesen Namen auch verdient,“ fordert Kalveram abschließend. „Mit verlässlicher Planung, Kontinuität und dem gemeinsamen Ziel moderner, gut ausgestatteter Schulen für alle Kasseler Kinder. Das ist der Weg, den die SPD immer gegangen ist und auch immer gehen wird.“
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Jamaikas Bauoffensive ist für viele Schulen eine große Enttäuschung24. Februar 2026 - 18:51„Die von Jamaika angekündigte Bauoffensive ist für die meisten Kasseler Schulgemeinden eine große Enttäuschung“, erklärt Esther Kalveram, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Kassel. „Dabei hatte die SPD seinerzeit mit der Gründung der GWG pro eine gute Voraussetzung dafür geschaffen.“ Die Prioritäten der Jamaika-Koalition bei den Schulsanierungen seien jedoch nicht mehr nachvollziehbar. „Bei ein paar wenigen Schulen […]


