„Die Äußerungen der CDU zum gescheiterten Verkehrskonzept für Kirchditmold sind an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten“ kommentiert die SPD-Stadtverordnete Judith Boczkowski die Stellungnahmen der CDU am Freitag, 16.01.2026, in der HNA.
„Schon vor dem Start des Versuches hätte die CDU die Möglichkeit gehabt, diesen zu verhindern“, erklärt Boczkowski. „Stattdessen stimmte sie in der Stadtverordnetenversammlung mit Grünen, Linken und FDP gegen den Antrag der SPD, das Magistratskonzept nicht umzusetzen, sondern zu überarbeiten. Die SPD warnte schon damals vor möglichen negativen Folgen für die Geschäfte im Ortskern und die Wohngebiete und hat leider Recht behalten.“
„Die CDU verfolgt in ihrem öffentlichen Auftreten derzeit einen bemerkenswerten Kurs. Nachdem sie zentrale Entscheidungen der Jamaika-Koalition mitgetragen hat, präsentiert sie sich nun als entschiedene Kritikerin ebendieser Politik. Diese Kehrtwende erscheint schwer nachvollziehbar und nährt den Eindruck politischer Profilierung statt verlässlicher Haltung.“, zeigt sich Dieter Seidel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, empört. „Die CDU sollte ihre Fehler endlich zugeben und Verantwortung übernehmen.“
In einem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung fordert die SPD-Fraktion den Magistrat auf, alle vorbereitenden Maßnahmen zur Ausweitung der Parkgebührenzonen sowie zur Erhöhung der Bewohnerparkgebühren in ihrer jetzigen beschlossenen Form bis zur Kommunalwahl auszusetzen. „Die gegen unsere Stimmen beschlossene Erweiterung der Parkgebührenzonen sowie die drastische Erhöhung der Bewohnerparkgebühren schaffen kurz vor Ende der Wahlperiode weit in die Zukunft reichende Fakten“, begründet die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Esther Kalveram den SPD-Antrag. „Nach unserer Auffassung ist eine erneute Bewertung durch die im März neu zu wählende Stadtverordnetenversammlung zwingend erforderlich.“
„Nachdem sich inzwischen sowohl die Jamaika-Koalitionäre CDU und FDP von dem Beschluss, den sie selbst mittragen, distanzieren, müsste der SPD-Antrag eigentlich eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung finden“, so Kalveram weiter. Sehr unterschiedliche Stellungnahmen der Ortsbeiräte, nicht enden wollende Diskussionen in der Bürgerschaft und wachsende Sorgen bei Dienstleistern und Betrieben lüden der künftigen Stadtverordnetenversammlung die Verantwortung einer Neubewertung auf, der sie unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft nachkommen müsse. „Alle weiteren Vorbereitungen zur Einrichtung der erweiterten Parkgebührenzonen schaffen vollendete Tatsachen, die eine Analyse und Neubewertung enorm erschweren und belasten“, macht Kalveram deutlich. „Dazu zählen insbesondere Anschaffungen wie beispielsweise neue Parkautomaten.“
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Kopec: Wer Stadtidentität neu definiert, muss sich politischer Kontrolle stellen6. Februar 2026 - 00:53„Wer Stadtidentität neu definiert, muss sich politischer Kontrolle stellen. Genau das ist hier nicht passiert. Die Einführung des neuen Stadtlogos erfolgte ohne ausreichende Transparenz, ohne nachvollziehbare strategische Begründung und ohne vollständige Kostenübersicht“, erklärt Ramona Kopec, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Die SPD-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung kritisiert die Einführung des neuen Stadtlogos durch den Magistrat scharf. […]


