Die Überarbeitung des von SPD und Grünen initiierten Prostitutionsgesetzes aus dem Jahre 2002 ist ein wichtiges frauenpolitisches Vorhaben der großen Koalition auf Bundesebene. “Wir begrüßen aus kommunaler Sicht die momentan stattfindende Diskussion um eine Novellierung des Prostitutionsgesetzes” so Gabriele Jakat, die frauenpolitische Sprecherin der Kasseler SPD-Fraktion. Hierbei gehe es nicht um eine Stigmatisierung des Berufsbildes, sondern darum die Rechte der betroffenen Frauen zu stärken.

“Die Ausbeutung der Frauen muss verhindert und geeignete Rahmenbedingen geschaffen werden”, sagt Jakat. Deshalb sei eine Melde- und Anzeigepflicht für die Betreiber der Lokale unabdingbar. Nur so können neue ordnungspolitische Kontrollmöglichkeiten greifen. “Die Straßen- und Wohnungsprostitution muss für die Stadt kontrollierbar werden, wir müssen den Frauen durch niedrigschwellige Beratungsangebote die Möglichkeit des Ausstiegs eröffnen” erklärt die Sozialdemokratin. Gerade die Lebensumstände junger Frauen aus Rumänien und Bulgarien müsse man hier im Blick haben. “Hier ist die Gefahr der Zwangsprostitution sehr hoch und die Frauen haben Angst sich zu offenbaren, da ihnen ihr Aufenthaltsstatus oft ungeklärt scheint”, deswegen besteht hier nach Jakats Auffassung dringender Handlungsbedarf.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.