“Die Kritik der CDU an den angeblich schlechten Sprachkenntnissen von Ärzten in Kasseler Kliniken geht völlig an der Sache vorbei”, erklärt Esther Kalveram, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Fraktion Kassel.

 

Doose nutze Teile der Erklärung des Präsidenten der deutschen Ärztekammer, die sich vor allem gegen schlechte Arbeitsbedingungen und zunehmende ‚Ökonomisierung des Gesundheitswesens’ richte, um seine im August in der Stadtverordnetenversammlung gestellte Frage nach Deutschkenntnissen ausländischer Ärzte am Klinikum zu rechtfertigen. Die SPD Fraktion habe bereits im August kritisiert, dass die Frage in Klang und Wortlaut nicht akzeptabel sei und suggeriere, dass ausländische Ärzte grundsätzlich Verständigungsprobleme hätten, so Kalveram. Damals wurde durch die Antwort des Magistrats deutlich, dass das Klinikum über die vorgeschriebene sprachliche Qualifikation aller in Deutschland tätigen ausländischen Ärzte hinaus Sprachkurse anbiete und keine Vorkommnisse, in denen durch Sprachdefizite Patienten beeinträchtigt werden, bekannt seien.

 

Statt Vorurteile über ausländische Ärzte zu schüren, würde es der CDU-Fraktion Kassel gut anstehen, sich um eine Lösung im Sinne der im Gesundheitssystem arbeitenden Menschen zu bemühen. Dazu müsse Bernd-Peter Doose seinen Appell jedoch an die eigene Regierung in Berlin richten.

 

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