StaVo_Voeller_HarryWir machen keine Panik, sondern weisen auf die Hochwassergefahren in der Unterneustadt hin, wenn in Zukunft die Stadtschleuse nicht mehr genutzt werden kann.“ Mit diesen Worten weist der umweltpolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion Harry Völler den Vorwurf des Ortsvorstehers von Unterneustadt zurück, die SPD würde die Hochwasserproblematik in der Unterneustadt hochspielen.

Wie der Experte im Fachgebiet Wasserkunde und Wasserwirtschaft an der Universität Kassel, Prof. Dr. Ing. Stephan Theobald, schon 2012 hingewiesen habe, würde eine Schließung der Stadtschleuse dazu führen, dass die Fulda nach und nach verlandet und die Hochwassergefahr in der Unterneustadt steige (HNA vom 01.03.2012). Auch habe das Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden damals bestätigt, dass das Amt nach dem Wegfall der Schleuse die Fulda im Kasseler Gebiet nicht länger ausbaggern werde.

„Der Ortsvorsteher von Unterneustadt sollte zur Kenntnis nehmen“, so Harry Völler, „dass nach den neusten 2 D-Berechnungen des Regierungspräsidium Kassel (http://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/wasser/hochwasser/hwrmp/fulda/r-karten/03_1_Kassel.pdf) ein signifikantes Hochwasserrisiko in der Unterneustadt bestehe.“ In Deutschland schreibt das Wasserhaushaltsgesetz vor, Flächen, die statistisch gesehen einmal in hundert Jahren überschwemmt werden können, als Überschwemmungsgebiete in amtlichen Karten auszuweisen und in Bauleitplanungen zu übernehmen. Danach seien lt. dem Hochwasserrisikomanagementplan Fulda des Regierungspräsidium in solchen Fällen nicht nur die Flutmulde, sondern im rechten Vorland der Fulda auch weite Bereiche der Unterneustadt sowie im linken Vorland Areal bis zur Weserstraße bzw. Fuldatalstraße überflutet.

„Es wäre hilfreich, wenn der Unterneustädter Ortsvorsteher Joachim Schleißing die Stadt Kassel bei ihren Bemühungen zur Sanierung der Stadtschleuse unterstützen würde“, so der Stadtverordnete Völler, „statt das Hochwasserrisiko herunterzuspielen. Der Erhalt der Schleuse sei für die Stadt Kassel, die wirtschaftliche Entwicklung der Region und den Wassertourismus von großer Bedeutung.

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