IMG_0844Die SPD-Fraktion im Kasseler Rathaus verurteilt sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen jedweder Art und egal von wem diese ausgeübt wird. Nach Meinung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten muss es Frauen in Kassel zu jeder Zeit möglich sein, sich angstfrei im öffentlichen Raum zu bewegen.

Das Problem sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nach Ansicht der Kasseler SPD-Fraktion jedoch kein neueres Problem und schon gar keines, welches durch Flüchtlinge hervorgebracht wurde, sondern sexuelle Gewalt und Sexismus sind in unserer Gesellschaft kein neues Phänomen. „Wer behauptet, sexuelle Gewalt gegen Frauen hätte nur etwas mit Ausländern zu tun und existiere erst neuerdings, der will bewusst die Ängste der Menschen schüren, um daraus politisches Kapital zu schlagen“, erklärte Sabine Wurst, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Kasseler Rathaus.

Wurst weiter: „Die notwendige Diskussion über sexuelle Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen zu nutzen, um geflüchtete Menschen zu diffamieren und das Leid der Opfer für rechte Hetze zu missbrauchen, kann und will ich nicht akzeptieren.“

Bereits am Montag war in der Stadtverordnetenversammlung zu erkennen, dass die AfD die aktuelle öffentliche Debatte nutzen wollte, um mit einem eigenen Antrag ein städtisches Schutzkonzept für Frauen zu fordern.

„Ein kommunales Schutzkonzept, um Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen, kann nicht allein Aufgabe einer Stadtverwaltung sein“, erklärte Sabine Wurst und führte weiter aus: „Ein solches Konzept und deren Umsetzung muss von vielen Akteuren erarbeitet, getragen und umgesetzt werden. Dies ist nach Meinung der Sozialdemokraten ein so umfangreiches Unterfangen, dass dies am vergangenen Montag ohne Vorbereitung in einer sachlichen Diskussion nicht diskutiert werden konnte. Den AfD-Antrag hierzu hatten die anderen Fraktionen erst kurz vor Sitzungsbeginn erhalten, weshalb SPD-Fraktionschef Dr. Günther Schnell das Vorgehen als unangemessen für dieses Thema wertete.

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