Vorwärts Kassel

Das Magazin der SPD-Fraktion

„Ökologisch, sozial und wirtschaftlich eine richtige Entscheidung“; freut sich Harry Völler, der umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD Rathausfraktion, über die weitsichtige Entscheidung der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV), aus der Kohleverbrennung auszusteigen.

Nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit

„Der nachhaltigen Energie und damit auch Strom- und Wärmeproduktion gehört die Zukunft“, so der umwelt- und energiepolitische Sprecher weiter. Und das nicht allein aus ökologischen Gründen: Vor dem Hintergrund schwindender fossiler Ressourcen, schaffen und erhalten nachhaltige Konzepte zur Energieproduktion wie das Verbrennen von Klärschlamm langfristig Arbeitsplätze. „Nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit“, nennt Völler das.

Ressourcenschonende Energie auch wirtschaftlich attraktiv

Auch für den Konzern rechnet es sich, Energie klimafreundlich zu produzieren. „Strom und Wärme nachhaltig zu produzieren, ist für Energieversorger auch wirtschaftlich attraktiv“, so Völler weiter. Die Unternehmen verdienen zum einen daran, aus Klärschlamm ressourcenschonende Energie zu gewinnen. Zum anderen würden sie sich die steigenden Kosten für die Verschmutzungsrechte (CO2-Zertifikate) sparen.

„Am besten gelingt der Kohleausstieg vor 2028. Wir als Fraktion werden jedenfalls daran mitarbeiten, nach Möglichkeit noch schneller auszusteigen“, ergänzt Völler. Zudem hätten die städtischen Betriebe KVV und KVG in den letzten Jahren schon ordentlich vorgelegt in Sachen Klimafreundlichkeit – z.B. mit emissionsfreien Trams, dem Ausbau erneuerbarer Energien, Fern- oder Nahwärmenetzen sowie E-Bussen. So sei der ursprünglich für 2030 geplante Kohleausstieg nun 2028 möglich – also zwei Jahre früher als geplant. „Wir als SPD-Fraktion werden die Verantwortlichen mit allen Kräften unterstützen und freuen uns drauf, wenn Beteiligte und Behörden an einem Strang ziehen, um dieses wichtige Zukunftsprojekt schnell voranzubringen“, schließt Völler.

Hintergrund: Die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH hat frühzeitig die Weichen für ein kohlefreies Kraftwerke in der Dennhäuser Straße gestellt. Seit 2016 verbrennt der regionale Energieerzeuger im kommunalen Kraftwerk auch Klärschlamm. Durch den Baubeginn einer Klärschlammbandtrocknung und die geplante Verbrennung CO2-neutralem Altholzes treibt die KVV den Kohleausstieg jetzt weiter voran.

(Bild: pixabay (c) Jerzy Górecki)

Tolerant, fair und respektvoll: Das am Montag von der Stadtverordneten-versammlung (StaVo) beschlossene Integrationskonzept der Stadt Kassel skizziert die Vision, wie wir auch in Zukunft gut zusammenleben – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Denn „Integration und gemeinsames Zusammenleben, das ist in Kassel nicht die Ausnahme, sondern gelebter Alltag – wie es schon im Vorwort des Integrationskonzepts heißt“, meint Dr. Günther Schnell.

„Das Konzept ist eine runde Sache“, lobt Schnell und erkennt dabei deutliche sozialdemokratische Züge. „Das Konzept weiß z.B., dass Kitas Schlüsselorte der Integration sind und individuelle Förderangebote dringend notwendig sind, um Bildungsgerechtigkeit zu schaffen – losgelöst von Migrationshintergrund und sozialer Herkunft.” Und noch mehr: Es setzt Ziele und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für das Miteinander in Kassel.

Miteinander leben und arbeiten. Wie das funktioniert, beweist schon das Konzept selbst: Es ist die Gemeinschaftsleistung aller Dezernate sowie zahlreicher Ämter. „Vielen Dank daher an alle, die an dieser Vision mitgewirkt haben. Und natürlich an jene, die sie täglich Wirklichkeit werden lassen“, schloss Schnell.

(Bild: pixabay; Tumisu)

Famlie auf Fahrrad - Illustration

Eine ruhige Stadt, in der der Verkehr fließt und alle am Ziel ankommen: Das ist die Vision. Aber wie soll sie Wirklichkeit werden? Indem immer mehr Menschen das Fahrrad wählen, um ihre Einkäufe zu erledigen, zur Arbeit zu fahren oder die Kinder in die Kita zu bringen. Damit die Kasseler und Kasselerinnen das auch gerne tun, dafür soll das Radverkehrskonzept der Stadt sorgen. Das heißt, die Stadt schafft vernetzte Radwege, die gut und vor allem sicher sind.

„Das Radverkehrskonzept verspricht ein Plus an Lebensqualität in der Stadt“, freute sich Sascha Gröling, unser verkehrs-politischer Sprecher. Erarbeitet von Verkehrsdezernent Dirk Stochla und seinem Team, den Ämtern sowie den Ortsbeiräten könne es aber noch mehr. „Es ist ganzheitliche Verkehrspolitik mit Blick aufs Klima“, meint Gröling zum am vergangenen Montag in der StaVo beschlossenen Konzept. Denn ein städtisches Ziel lautet: weniger Autos und damit weniger Emissionen.

Ausgewogen ist das Konzept gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen fließen in ihm die Vorstellungen der beteiligten Akteure, die Wünsche der Öffentlichkeit sowie die Forderungen des Radentscheids zusammen und ergeben ein rundes Ganzes. Zum anderen wird später am Reißbrett genau geschaut: Was brauchen Fußgänger, Fahrradfahrerinnen, Autos, Busse und Co., wenn sie in Kassel unterwegs sind? „Die Straße ist schließlich für alle da“, findet Gröling.

(Bild: pixabay; OpenClipart-Vectors)