Keine
Verkauf der Nassauischen Heimstätten
Als
inakzeptabel kritisiert der SPD-Stadtverordnetenfraktion
Kassel, dass die Hessische Landesregierung immer wieder
versucht, durch den Verkauf von Wohnungen Geld in ihre
Kassen zu bekommen. "Es wird Zeit, dass diese CDU/FDP-Regierung
endlich begreift, dass Wohnen ein Grundrecht aller Menschen
ist", so die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion,
Ellen Lappöhn, zum Verkauf der Nassauischen Heimstätte.
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer(CDU) müsse
sich fragen lassen, ob er nicht darüber informiert
ist, was ein Verkauf dieser Wohnungen bedeute. Ganze Wohnquartiere
würden unter einer Privatisierung leiden, wie die
Vergangenheit leider zeige, so Lappöhn.
Politik habe gegenüber den Mietern eine Verpflichtung,
preiswerten Wohnraum anzubieten und die Wohnquartiere
mitzugestalten. Die Mieterinnen und Mieter hätten
berechtigte Sorge, höhere Mieten zu zahlen für
weniger Leistung, d.h. keine Investitionen für Modernisierung
oder seniorengerechten Umbau.
"Und schon allein deshalb darf in der jetzigen Zeit,
die vom demographischen Wandel geprägt ist, eine
Veräußerung von Wohnraum nicht gebilligt werden",
so die Kasseler SPD-Stadtverordnete.
Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GWG könne einen
Kauf des gesamten Bestandes nicht schultern. Hier sei
die Hessische Landesregierung in der Pflicht, ihre Wohnungen
zu behalten. "Die SPD-Fraktion wird einen Antrag
in die Stadtverordnetenversammlung einbringen, in dem
gefordert wird, auf die Hessische Landesregierung einzuwirken,
keine Veräußerung der Nassauischen Heimstätten
vorzunehmen", so Ellen Lappöhn.