Pressemitteilung v. 4.12.2011
 


SPD gegen Eintrittsgeld für Bergpark

Die Pläne der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), zukünftig Kassel Marketing für ihre Tourismusaktivitäten zur Kasse zu bitten, stoßen auf deutliche Kritik bei der SPD im Rathaus. "Die Idee, 50 Euro für jeden Bus, der im Auftrag Kassel Marketings durch den Bergpark fährt und 1 Euro pro Personen bei allen geführten Personengruppen zu erheben, ist", so der kulturpolitische Sprecher der SPD, Dr. Rainer Hanemann, "wenig förderlich, wenn man den Tourismus in Kassel stärken will". Die Begründung seitens der MHK, damit die Bemühungen um die Anerkennung des Bergparks auf Weltkulturerbe zu unterstützen, ist nicht nachvollziehbar.

Wir teilen die Befürchtung von Kassel Marketing, seine Angebote in der jetzigen Form nicht weiter aufrechterhalten zu können, wenn für Busrundfahrten und Führungen zusätzliche Kosten anfallen. "So verständlich das Ansinnen der Verantwortlichen von MHK ist, neue Einnahmemöglichkeiten zu schaffen, so abwegig ist es, dafür Kassel Marketing zur Kasse bitten zu wollen", so Hanemann. Er befürchtet, dass die gelungenen Anstrengungen von Stadt und Land, das kulturelle Angebot qualitativ zu stärken und auszuweiten und damit mehr Touristen nach Kassel zu holen, durch die beabsichtigte Regelung von MHK ins Gegenteil gekehrt und einseitig zu Lasten von Kassel Marketing gehen wird.

Die SPD fordert die zuständige Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, auf, die beabsichtigte Regelung zurück zu nehmen und den MHK Verantwortlichen deutlich zu machen, dass der Bergpark zwar eine Liegenschaft des Landes ist, aber grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit zugänglich sein muss.

"Im Übrigen, so Dr. Hanemann, "ist es längst überfällig, ein in sich stimmiges verkehrliches Konzept der inneren Erschließung vorzulegen".
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Dr. Rainer Hanemann

 
© SPD-Fraktion Kassel