SPD
gegen Eintrittsgeld für Bergpark
Die
Pläne der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK),
zukünftig Kassel Marketing für ihre Tourismusaktivitäten
zur Kasse zu bitten, stoßen auf deutliche Kritik
bei der SPD im Rathaus. "Die Idee, 50 Euro für
jeden Bus, der im Auftrag Kassel Marketings durch den
Bergpark fährt und 1 Euro pro Personen bei allen
geführten Personengruppen zu erheben, ist",
so der kulturpolitische Sprecher der SPD, Dr. Rainer Hanemann,
"wenig förderlich, wenn man den Tourismus in
Kassel stärken will". Die Begründung seitens
der MHK, damit die Bemühungen um die Anerkennung
des Bergparks auf Weltkulturerbe zu unterstützen,
ist nicht nachvollziehbar.
Wir
teilen die Befürchtung von Kassel Marketing, seine
Angebote in der jetzigen Form nicht weiter aufrechterhalten
zu können, wenn für Busrundfahrten und Führungen
zusätzliche Kosten anfallen. "So verständlich
das Ansinnen der Verantwortlichen von MHK ist, neue Einnahmemöglichkeiten
zu schaffen, so abwegig ist es, dafür Kassel Marketing
zur Kasse bitten zu wollen", so Hanemann. Er befürchtet,
dass die gelungenen Anstrengungen von Stadt und Land,
das kulturelle Angebot qualitativ zu stärken und
auszuweiten und damit mehr Touristen nach Kassel zu holen,
durch die beabsichtigte Regelung von MHK ins Gegenteil
gekehrt und einseitig zu Lasten von Kassel Marketing gehen
wird.
Die
SPD fordert die zuständige Ministerin für Wissenschaft
und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, auf, die beabsichtigte
Regelung zurück zu nehmen und den MHK Verantwortlichen
deutlich zu machen, dass der Bergpark zwar eine Liegenschaft
des Landes ist, aber grundsätzlich allen Bürgerinnen
und Bürgern jederzeit zugänglich sein muss.
"Im
Übrigen, so Dr. Hanemann, "ist es längst
überfällig, ein in sich stimmiges verkehrliches
Konzept der inneren Erschließung vorzulegen".
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