Junge
Menschen haben ein Recht auf eine Berufsaus-
bildung
Der
Ruf nach einer Rekrutierung von Fachkräften aus dem
Ausland und die mögliche Zahlung von Begrüßungsgeldern
kommt zum völlig falschen Zeitpunkt , so der
aus- und weiterbildungspolitische Sprecher der Kasseler
SPD-Fraktion, Dr. Rabani Alekuzei. Darüber hinaus
handele es sich dabei auch um einen verfehlten Ansatz,
den Fachkräftemangel in der Bundesrepublik nachhaltig
zu beheben. Vorschläge wie die des FDP-Bundeswirtschaftministers
Brüderle könnten die Verantwortlichen auf Bundes-
und Landesebene zwar möglicherweise zum Nachdenken
anregen. Helfen würden sie jedoch den bundesweit
aktuell 93.000 Jugendlichen ohne Ausbildungsplätze
überhaupt nicht, so der SPD-Kommunalpolitiker.
Es
sei gut, dass in manchen Städten, so auch in Kassel,
ein Übergangsmanagementsystem zwischen Schule und
Beruf gebe. Jedoch seien die verantwortlichen Stellen
auf Bundes- und Landesebene in der Pflicht, ihre Bemühungen
weiter ernsthaft zu verstärken, damit die annähernd
400.000 Jugendlichen, die sich Jahr für Jahr im Übergangssystem
zwischen Schule und Beruf befänden, eine angemessene
und auf den Arbeitsmarkt ihrer Regionen angepasste Berufsausbildung
erhielten, fordert Alekuzei.
Viele
Jugendliche, besonders die Schwächeren, erhielten
jedoch aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel keine
Berufsausbildung. Die belegen dies belege die enorm hohe
Zahl von mehr als 1,5 Millionen Menschen im Alter von
20 bis 29 Jahren ohne Berufsabschluss. Das sei eine bittere
Realität für den Exportweltmeister Deutschland,
die kein Bürger nachvollziehen könne. Die
jungen Menschen haben ein Recht auf eine angemessene Berufsausbildung.
Es ist die gemeinschaftliche Verantwortung der Bundesregierung
und der Unternehmen, Mittel zur Qualifizierung dieser
jungen Menschen bereitzustellen, so der Ausbildungspolitiker.
Zum
Glück sei die Stadt Kassel ein Schritt weiter, weil
sie daran arbeitet, unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters
Bertram Hilgen einen runden Tisch zu gründen, damit
alle Akteure zum Thema Qualifizierung und Ausbildung
von Jugendlichen ihre Vorschläge unterbreiten,
um die zuständigen Stellen zum Handeln bewegen,
meint Dr. Alekuzei.