Pressemitteilung v. 30.7.2010
 


Junge Menschen haben ein Recht auf eine Berufsaus-
bildung

„Der Ruf nach einer Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland und die mögliche Zahlung von Begrüßungsgeldern kommt zum völlig falschen Zeitpunkt “, so der aus- und weiterbildungspolitische Sprecher der Kasseler SPD-Fraktion, Dr. Rabani Alekuzei. Darüber hinaus handele es sich dabei auch um einen verfehlten Ansatz, den Fachkräftemangel in der Bundesrepublik nachhaltig zu beheben. Vorschläge wie die des FDP-Bundeswirtschaftministers Brüderle könnten die Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene zwar möglicherweise zum Nachdenken anregen. Helfen würden sie jedoch den bundesweit aktuell 93.000 Jugendlichen ohne Ausbildungsplätze überhaupt nicht, so der SPD-Kommunalpolitiker.

Es sei gut, dass in manchen Städten, so auch in Kassel, ein Übergangsmanagementsystem zwischen Schule und Beruf gebe. Jedoch seien die verantwortlichen Stellen auf Bundes- und Landesebene in der Pflicht, ihre Bemühungen weiter ernsthaft zu verstärken, damit die annähernd 400.000 Jugendlichen, die sich Jahr für Jahr im ‚Übergangssystem‘ zwischen Schule und Beruf befänden, eine angemessene und auf den Arbeitsmarkt ihrer Regionen angepasste Berufsausbildung erhielten, fordert Alekuzei.

Viele Jugendliche, besonders die Schwächeren, erhielten jedoch aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel keine Berufsausbildung. Die belegen dies belege die enorm hohe Zahl von mehr als 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren ohne Berufsabschluss. Das sei eine bittere Realität für den Exportweltmeister Deutschland, die kein Bürger nachvollziehen könne. „Die jungen Menschen haben ein Recht auf eine angemessene Berufsausbildung. Es ist die gemeinschaftliche Verantwortung der Bundesregierung und der Unternehmen, Mittel zur Qualifizierung dieser jungen Menschen bereitzustellen“, so der Ausbildungspolitiker.

Zum Glück sei die Stadt Kassel ein Schritt weiter, weil sie daran arbeitet, unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Bertram Hilgen einen runden Tisch zu gründen, damit alle Akteure zum Thema ‚Qualifizierung und Ausbildung von Jugendlichen‘ ihre Vorschläge unterbreiten, um die zuständigen Stellen zum Handeln bewegen“, meint Dr. Alekuzei.

 

 
 
   
 

Dr. Rabani Alekuzei

 
© SPD-Fraktion Kassel