Häusliche
Gewalt: S.I.G.N.A.L. ausweiten!
"Wir
wollen das Interventionsprogramm zur Verbesserung und
Versorgung von Betroffenen bei häuslicher Gewalt
S.I.G.N.A.L. ausweiten", sagen Gabi Jakat, frauenpolitische
Sprecherin, Dr. Manuel Eichler, rechtspolitischer Sprecher
und die stellver-
tretende Vorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion,
Anke Bergmann.
Nach
einer umfangreichen Anhörung von Experten des Aktionsbündnisses
häusliche Gewalt Nord- und Osthessen in einer gemeinsamen
Sitzung der Ausschüsse Soziales, Gesundheit und Sport
sowie Recht und Gleichstellung im Kasseler Rathaus machen
die Sozialdemokraten auf die guten Erfolge des Interventionsprogramms
mit dem prägnanten Titel S.I.G.N.A.L. im Klinikum
Kassel aufmerksam. Bei häuslicher Gewalt scheitere
oft eine vernünftige Hilfe für die Opfer und
Verfolgung der Täter an einer gerichtsfesten Dokumentation
von Verletzungen durch Ärzte. Das gesamte medizinische
Personal müsse bezüglich der Thematik häusliche
Gewalt qualifiziert und sensibilisiert werden.
Das
Projekt S.I.G.N.A.L des Klinikums Kassel habe hierbei
sehr gute Erfolge erzielt und biete einen zielgerichteten
Ansatz. Andere Krankenhäuser und Ärzte sollten
beim Thema häusliche Gewalt ebenso vorgehen. Die
SPD-Fraktion habe einen entsprechenden Antrag für
die Stadtverordnetenversammlung formuliert.
Signal heißt:
S = Sprechen
Sie Patienten an;
I = Interview
mit konkreten einfachen Fragen;
G = Gründliche
Untersuchung alter und neuer Verletzungen;
N = Notieren
und dokumentieren Sie alle Befunde und Angaben,
so dass sie gerichtsverwertbar sind;
A = Abklären
des aktuellen Schutzbedürfnisses;
L = Leitfaden
mit Notrufnummern und Unterstützungsangeboten
aushändigen
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