Pressemitteilung v. 27.6.2010
 


Häusliche Gewalt: S.I.G.N.A.L. ausweiten!

"Wir wollen das Interventionsprogramm zur Verbesserung und Versorgung von Betroffenen bei häuslicher Gewalt S.I.G.N.A.L. ausweiten", sagen Gabi Jakat, frauenpolitische Sprecherin, Dr. Manuel Eichler, rechtspolitischer Sprecher und die stellver-
tretende Vorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Anke Bergmann.

Nach einer umfangreichen Anhörung von Experten des Aktionsbündnisses häusliche Gewalt Nord- und Osthessen in einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Soziales, Gesundheit und Sport sowie Recht und Gleichstellung im Kasseler Rathaus machen die Sozialdemokraten auf die guten Erfolge des Interventionsprogramms mit dem prägnanten Titel S.I.G.N.A.L. im Klinikum Kassel aufmerksam. Bei häuslicher Gewalt scheitere oft eine vernünftige Hilfe für die Opfer und Verfolgung der Täter an einer gerichtsfesten Dokumentation von Verletzungen durch Ärzte. Das gesamte medizinische Personal müsse bezüglich der Thematik häusliche Gewalt qualifiziert und sensibilisiert werden.

Das Projekt S.I.G.N.A.L des Klinikums Kassel habe hierbei sehr gute Erfolge erzielt und biete einen zielgerichteten Ansatz. Andere Krankenhäuser und Ärzte sollten beim Thema häusliche Gewalt ebenso vorgehen. Die SPD-Fraktion habe einen entsprechenden Antrag für die Stadtverordnetenversammlung formuliert.

 


Signal heißt:

S = Sprechen Sie Patienten an;
I = Interview mit konkreten einfachen Fragen;
G = Gründliche Untersuchung alter und neuer Verletzungen;
N = Notieren und dokumentieren Sie alle Befunde und Angaben, so dass sie gerichtsverwertbar sind;
A = Abklären des aktuellen Schutzbedürfnisses;
L = Leitfaden mit Notrufnummern und Unterstützungsangeboten aushändigen


 

 
 
   
 


Gabi Jakat


Dr. Manuel Eichler


Anke Bergmann

 
© SPD-Fraktion Kassel