Kühne-Hörmann
hat Verzögerungen beim Thema Grimm selbst zu verantworten
Als
unverständlich bezeichnet der SPD-Fraktionsvorsitzende
Uwe Frankenberger die jüngsten Äußerungen
von Staats-
ministerin Eva Kühne-Hörmann zur Entwicklung
von Brüder-Grimm- und Tapetenmuseum. Offensichtlich
sei die Ministerin überfordert mit ihren unterschiedlichen
Funktionen und Ämtern.
Anders
ist die Verzerrung der Fakten nicht zu bewerten,
sagte Frankenberger und erinnerte daran, dass die Ministerin
und Landtagsabgeordnete als CDU-Fraktionsvorsitzende den
Kurs des ehemaligen Kulturdezernenten Junge mitgetragen
habe: Er hat im Zusammenhang mit der Entwicklung
des Brüder-Grimm-Standortes und des Tapetenmuseums
viel zu lange das Il Silentio auf der Trompete
gespielt, erklärt Uwe Frankenberger.
Dass
die Standort- und Kooperationsfragen überhaupt auf
einer soliden Grundlage entschieden werden können,
sei anderen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung
zu verdanken, sagt der Sozialdemokrat mit Blick auf den
Antrag, mit dem SPD und Grüne den ausgeschiedenen
Kulturdezernenten Junge zum Handeln aufgefordert hatten.
Doch selbst nach der Verabschie-
dung dieses Antrages im März 2009 habe Junge das
Tempo nicht forciert. Erst nach Übernahme des Kulturdezernats
durch Oberbürgermeister Bertram Hilgen sei nun bald
mit dem Ergebnis dieser Untersuchungen zum Grimm-Standort
zu rechnen.
Die
Aufforderung der ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden
ist deshalb zu allererst eine Aufforderung an sich selbst
als Stadtverordnete in Kassel und an ihre eigene Fraktion,
wenn sie ihr Ehrenamt in der Stadtverordnetenversammlung
ernst nimmt, so Frankenberger und fordert die Ministerin
dazu auf, sich endlich ernsthaft mit dem Thema Grimm
und der Museums-
landschaft politisch auseinanderzusetzen.