IMG_0853Der Rücktritt des AfD-Fraktionsvorsitzenden Dieter Gratzer war mehr als notwendig. Nach Auffassung der Sozialdemokraten im Kasseler Rathaus passe es nicht zusammen, in jeder Stadtverordnetensitzung gegen Asylsuchende und Migranten zu hetzen, um dann an ihnen Geld zu verdienen. „Im Wahlprogramm sich für die Rechte der Mieter einsetzen und sie selbst auf die Straße setzen, um Nutzen aus dem Staat zu ziehen, den man ablehnt, widerspricht dem Selbstbild der AfD, die sich gern als einzig ehrliche Partei im Parteiensystem darstellt“, so Dr. Günther Schnell, der Fraktionsvorsitzende der SPD. Seine Partei betrachte die Entwicklung bei der AfD weder mit Genugtuung noch mit Häme, so Schnell weiter. Vielmehr beobachte man die Entwicklung und den Wechsel an der Fraktionsspitze mit Sorge, da man befürchte, dass nach dem ersten Pressestatement die AfD sich nun weiter verbal radikalisiere. „Außer inhaltsleerer Hetzerei und einem diffusen Abstimmungsverhalten in Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung hat diese Fraktion für Kassel noch nichts bewirken können“, sagt Schnell weiter. Abschließend meint Schnell, dass auch weiterhin inhaltlich nichts Neues von der AfD zu erwarten sei und jede Stimme für die AfD bei der Kommunalwahl daher eine verschenkte Stimme war, da diese Fraktion keine Alternative darstelle, sondern die Stadtverordnetenversammlung nur lähme.

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