IMG_0863IMG_0866„Die Entscheidung des Verkehrsministers, auf die Anschlussstelle Kassel-Ost zu verzichten, ist für die Stadtteile im Kasseler Osten eine Hiobsbotschaft“, erklären der verkehrspolitische Sprecher Patrick Hartmann und der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Volker Zeidler.

Das Verkehrsministerium setze auf den Umbau der Anschlussstelle zu einem Autobahndreieck. Daraus resultiere, dass die Verkehrsströme im Kasseler Osten sich vollkommen neue Wege suchen werden. Zeidler und Hartmann haben die große Sorge, dass damit der Schwerverkehr aus dem Industriegebiet Papierfabrik sich seine Wege durch die Wohngebiete im Kasseler Osten suchen werde, um direkt auf die A7 zu gelangen. „Welcher unter Zeitdruck stehende Lkw-Fahrer fährt zunächst 2 km gen Osten, um auf die A44 aufzufahren, um dann wieder 2,5 km zurück zum Autobahndreieck und dann auf die A7 zu gelangen?“, diese Frage stellen sich die beiden SPD-Sprecher für die nun postulierte Lösung.

Die Folge wäre, dass die eh schon überlasteten Verkehrsadern im Kasseler Osten weitere Kapazitäten aufnehmen müssten. Dies werde unweigerlich dazu führen, dass sich Ausweichstrecken durch Wohngebiete als Schleichwege zur Autobahn etablieren werden. Diese Belastung und das daraus resultierende Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrer sowie für die Bewohnerinnen und Bewohner im Kasseler Osten seien nicht hinnehmbar, halten die beiden Sozialdemokraten fest. In den Diskussionen in der Arbeitsgruppe des Verkehrsministeriums zur Planung des VKE11 (Abschnitt der A44 von Helsa bis A7) habe man schon ahnen können, dass die Vertreter des Landes eine Entscheidung ohne einen tragfähigen Kompromiss fällen werden. „Uns wurden immer Argumente präsentiert, warum eine Anschlussstelle in der Nähe der A7 nicht möglich sei, eine Kompromissfähigkeit haben wir nicht erkennen können, “ sagt Volker Zeidler, der an einer Reihe der Arbeitsgruppensitzungen teilgenommen hat.

Hartmann und Zeidler halten die Entscheidung von Tarek Al-Wazir für den Osten Kassels für fatal. „Hier wird geplant, ohne auf die Menschen in den betroffenen Kasseler Stadtteilen und den Nachbargemeinden Rücksicht zu nehmen“, erklären Hartmann und Zeidler abschließend.

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