IMG_0843Die Forderungen der CDU nach einer Alkoholverbotszone um den Friedrichsplatz und die Äußerungen diesbezüglich zeugen von politischer Kurzsichtigkeit.
„ Alkoholkranke Menschen werden nicht durch die Einrichtung von Alkoholverbotszonen geheilt, sondern Symptome nur temporär bekämpft“, so kommentierte Dr. Hasina Farouq jüngst die Debatte im Rechtsausschuss zur Forderung der CDU nach einer Alkoholverbotszone am Friedrichsplatz.

Die Zunahme von Belästigungen am Friedrichsplatz durch alkoholisierte Menschen wurde im August 2016 als Problem klar erkannt und umgehend angegangen. Seit dem 16. August wurden gezielt täglich zwei OrdnungsbeamtInnen damit beauftragt, vor allem durch ihre tägliche Präsenz und Einsatzbereitschaft dafür Sorge zu tragen, dass sich am Friedrichsplatz keine Ordnungswidrigkeiten, wie beispielsweise öffentliches Urinieren, mehr ereignen. Diese Maßnahme hat auch ausweislich der Citypoint-Kaufleute zu einer erheblichen Verbesserung der Situation geführt. Zusätzlich sollen die Suchtberatung für Alkoholkranke verstärkt und weitere Stellen von Streetworkern verstetigt werden.

Die SPD-Fraktion steht für nachhaltige Lösungsansätze, bestehend aus einem Dreiklang aus Trinkraum als Treffpunkt, dem Einsatz von Sozialarbeitern und den Kontrollen des Ordnungsamtes. Alle Fraktionen sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen, kommunale Mittel zur Aufstockung der Stellen bei der Drogenhilfe Nordhessen im Rahmen des Haushalts 2017 zu beschließen. Die SPD-Fraktion werde sich weiterhin dafür stark machen.

Eine Alkoholverbotszone löst das Problem am Friedrichsplatz nicht, sondern verlagert es nur an eine andere Stelle. „Für eine Politik der Symptombekämpfung stehen wir nicht zur Verfügung. Kassel verdient es, dass wir nachhaltig Probleme lösen“, erklärt Dr. Hasina Farouq abschließend.

 

 

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