IMG_0866Die SPD-Fraktion begrüßt die Erstellung des Stadtentwicklungsplans Wohnen durch den Fachbereich Architektur- Stadtplanung-Landschaftsplanung der Universität Kassel. „Wir sind froh, dass wir solche Impulse durch unsere Universität bekommen können und möchten gern im Ausschuss Stadtentwicklung davon profitieren“ sagt Volker Zeidler, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD Fraktion.

Seit längerem diskutiere die Fraktion schon, wie man das Wohnen in Kassel weiterentwickeln könne. Deshalb erstellte die SPD-Fraktion im vergangenen Jahr ein eigenes Wohnungspolitisches Konzept, welches in zentralen Aussagen zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt wie der Stadtentwicklungsplan Wohnen des Fachbereiches. Die Schaffung von qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnungen sowie die Entwicklung von Baugebieten für junge Familie stehen auf der Agenda der Sozialdemokraten ganz oben.

„Der Stadtentwicklungsplan Wohnen bietet eine gute Diskussionsgrundlage und eine Nachverdichtung ist in einer Stadt wie Kassel eine gute Perspektive, um bei knappen Flächen dennoch Entwicklungspotentiale auszuschöpfen“, erklärte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion, Volker Zeidler. Allerdings sei es gleichzeitig ein sehr sensibles Thema, welches man politisch mit großem Fingerspitzengefühl anpacken muss, sagt Zeidler weiter. „Eine dicht bebaute Stadt wie Kassel braucht gleichzeitig auch Grünflächen zur Naherholung und Sicherung des städtischen Klimas“, hält Zeidler fest. Bei der Nachverdichtung stoßen die Stadtplaner aber oft an ihrer Grenzen. „Innerstädtische Brachen dienen oft als Spekulationsobjekt und sind dem städtischen Zugriff entzogen. Möglichkeiten gibt es sicher, auf die Eigentümer einzuwirken, aber die sind begrenzt“, sagt der SPD-Sprecher weiter. Ein erster Ansatz für den Umgang mit Brachen finde sich im Entwicklungskonzept Kasseler Osten. Dort sei als ein Baustein ein Brachflächenmanagement vorgesehen. „Ein Beauftragter der Stadt wird mit den Eigentümern von Brachen Kontakt aufnehmen und versuchen, den Leerstand zu verringern. Das ist der richtige Ansatz und könne beispielgebend sein“, hält die SPD-Fraktion fest.

Richtig sei auch, dass Baulücken, die durch Kriegsfolgen entstanden seien, noch nicht vollständig wieder geschlossen worden seien. Deshalb habe die SPD auch vorgeschlagen, das Zentrum von Wehlheiden um den Stockplatz mit einem Entwicklungskonzept unter die Lupe zu nehmen. „Auch dort gibt es Notbauten aus der Nachkriegszeit und Baulücken, die entweder geschlossen oder durch Aufstockung aufgewertet werden können. Auch dieser Prozess kann Schule machen“, erklärte Zeidler abschließend.

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