Die Äußerungen des FDP-Stadtverordneten Günter Drubel zur Schließung des Modehauses Heinsius & Sander rufen bei der SPD-Fraktion im Kasseler Rathaus Unverständnis hervor. Als „schlicht konfus“ bezeichneten der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Volker Zeidler, sowie der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Wolfgang Decker, die Äußerungen gegenüber der HNA.

„Die Schließung des alteingesessenen Modehauses, die wir sehr bedauern, in Zusammenhang mit der Parkgebührenerhöhung bzw. mit Tempo 30 zu stellen, ist abenteuerlich“, erklärte Zeidler und fügt hinzu, dass weder die neue Parkgebührenordnung bisher in Kraft getreten sei, noch eine Beschlusslage zu Tempo 30 vorläge. Des Weiteren sei die Haltung der Sozialdemokraten zu diesem Thema mittlerweile bekannt.

„Fast absurd wird es, wenn der FDP-Fraktionsvize der rot-grünen Kooperation gescheiterte Einzelhandelspolitik vorwirft“, ergänzt Decker. Eben gerade die klare Haltung des SPD-Oberbürgermeisters Hilgen gegen einen großflächigen Ausbau des Einzelhandels im DEZ und einen großflächigen Einzelhandel auf dem Salzmannareal habe den innerstädtischen Handel nachhaltig gestärkt. „Diese Linie werden wir auch künftig zum Schutz des städtischen Zentrums und seines Einzelhandels fortführen“, macht Decker deutlich. Er erinnerte gleichzeitig an die geplante Neugestaltung der Königstraße, die zur Attraktivität der Innenstadt beitragen werde. „Angesichts der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Kassel, die auch zur Belebung des Einzelhandels beitragen habe, von einer gescheitertem Einzelhandelspolitik zu reden, sei abwegig“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion. „Dieser Aufschwung ist wohl an der FDP vorbei gegangen“, so Decker abschließend.

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