Derzeit werden im Regierungspräsidium Kassel die Lärmaktionspläne für den Straßenverkehr und für die Schiene im Ballungsraum Kassel erstellt. Dabei sind die einzelnen Teilpläne nicht miteinander kompatibel, weil von unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen und Werten ausgegangen wird. Für den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Rathausfraktion, Harry Völler, ist dies absolut unbefriedigend.

„Es ist mit dieser derzeitigen Lärmaktionsplanung nicht möglich, durch eine Kumulierung der einzelnen Lärmbelastungen aus den jeweiligen Teilplänen, die tatsächliche Gesamtlärmbelastung für die Bürgerinnen und Bürger festzustellen“, so Harry Völler. Viele Menschen in Kassel werden sowohl von Schienenlärm als auch von Straßenlärm gesundheitlich belastet. „Es kann nicht sein, dass jeweils separat eine Auswertung der Lärmbelastung erfolgt, obwohl die betroffene Wohnbevölkerung sowohl von Straßen- als auch von Schienenlärm belastet wird.“ Die Lärmschutzmaßnahmen müssen in einem Gesamtkonzept beschlossen und umgesetzt werden.

Weiterhin fordert der SPD-Kommunalpolitiker von der aufstellenden Behörde, innerstädtische Erholungsflächen vor einer Zunahme des Lärms zu schützen. Bei der Planung für die 2. Stufe der Lärmaktionsplanung sollen deshalb sogenannte „ruhige Gebiete“ ausgewiesen werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Kurgebiete in Wilhelmshöhe, Krankenhausgebiete, reine und allgemeine Wohngebiete sowie Naturflächen handeln, die dem Aufenthalt zur Erholung oder zur sozialen Kontaktpflege dienen.

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